Im Internet sieht man immer mal wieder, dass Fotografen zwei verschiedene Brennweiten für ihre Milchstraßen-Fotos benutzen. Da ich im Astrobereich noch relativ »grün hinter den Ohren« bin, wollte ich mal ausprobieren, wie das Zentrum der Milchstraße auf 50 mm so aussieht. Mein 50 mm 1.8 benutze ich nicht besonders oft, aber durch die Blende 1.8, ist das Objektiv für den Astrobereich bzw. für die Nacht durchaus interessant. Also das 50 mm entstaubt und eingepackt. Hier habe ich mal die verschiedenen Steps meines Workflows für euch:
Einzelbild Himmel (nachgeführt, deshalb ist der Vordergrund so schief)»Hochzeit« Vordergrund und Himmel unbearbeitetErgebnis
Fazit
Für meinen persönlichen Geschmack sind 50 mm doch ganz schön viel fürs Zentrum. Ich schätze, dass 35 mm vielleicht etwas schöner sind und für den Vordergrund könnte man dann etwas weitwinkliger gehen. Was meint ihr?
Wie ihr vielleicht wisst, habe ich bereits zwei Mal versucht die Milchstraße zu fotografieren. Mein erster Versuch war eher mal so zum Probieren zwecks den Einstellungen. Mit meinem zweiten Versuch war ich auch noch nicht zufrieden, da die Bilder eher matschig waren und die Milchstraße kaum zu sehen. Außerdem waren die Orte im Nachhinein gesehen einfach zu hell gewesen.
Dieses Jahr kam nun mein dritter Versuch. Der Anspruch war groß. Ich wollte nicht nur die Milchstraße mit ihrem Staub und Nebeln richtig zum Leuchten bringen, sondern auch noch eine tolle Komposition. Mit Google Maps habe ich eine kleine einsame Kapelle bei mir in der Umgebung entdeckt. Nach dem Check mit Photopills, der Lightpollution Map und dem Wetter-Radar, ging’s auch schon los.
Ich hatte mir extra für die Milchstraße vor kurzem ein neues Objektiv zugelegt. Das Samyang AF 14 mm 2.8. Das Objektiv hatte leider einen Kontakt-Fehler auf meinem Kurztrip durch Wien erlitten, was mich aber nicht von dem Projekt abhalten konnte. Also ist es dieses Mal wieder mein Tamron 24 – 70 mm 2.8 G2 geworden.
Das Bild besteht nicht nur aus zwei Bildern, sondern aus 30, wegen der Rauschkörner. Wer meinen Stil kennt, weiß, dass ich eher einen „cleaneren“ Look bevorzuge. Ich hatte gelesen, dass dadurch die Bilder nicht so matschig werden. Für das Stacking habe ich den Starry Landscape Stacker für Mac benutzt. Das Ergebnis war nicht perfekt. Das Banding (die horizontalen Linien im Himmel) hatte die Software leider nicht rausbekommen. Ein paar kleine Tricks in Photoshop später, war das Foto fertig.
Es ist nicht perfekt, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich bin recht zufrieden. Nächstes Jahr im Sommer gehts wieder los und ich hoffe, dass ich dann mein Milchstraßen-Objektiv dafür nutzen kann. Die Belichtungszeit wird nämlich durch die 14 mm wesentlich länger und ich bin gespannt, ob ich den Nachthimmel damit noch detaillierter einfangen kann.
Mein erster und zweiter Versuch die Milchstraße einzufangen in einem Beitrag. Beim ersten Versuch bin ich einfach kurz mal vor die Haustüre gegangen und habe einfach von unten nach oben in den Himmel fotografiert um die besten Einstellungen herauszufinden und für einen ersten Versuch eben.
Beim zweiten Versuch war der Anspruch dann schon höher. Ich wollte gerne eine schöne Komposition mit Vorder- und Hintergrund. Außerdem wollte ich jeweils 2 Bilder aufnehmen und nachher zusammen rechnen. Eines für den Vordergrund und eines für den Himmel. Leider war die Lichtverschmutzung relativ groß und ich war überhaupt nicht zufrieden. Die Milchstraße war zu dezent im Bild, Bildfehler mit Streifen, Hotpixel, Rauschkörner ohne Ende – kurzum Katastrophe. Ich war überhaupt nicht zufrieden, aber überzeugt, dass mein dritter Versuch viel besser wird. Eine neue Strategie muss her.