Milchstraße 2024

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich bereits zwei Mal versucht die Milchstraße zu fotografieren. Mein erster Versuch war eher mal so zum Probieren zwecks den Einstellungen. Mit meinem zweiten Versuch war ich auch noch nicht zufrieden, da die Bilder eher matschig waren und die Milchstraße kaum zu sehen. Außerdem waren die Orte im Nachhinein gesehen einfach zu hell gewesen.

Dieses Jahr kam nun mein dritter Versuch. Der Anspruch war groß. Ich wollte nicht nur die Milchstraße mit ihrem Staub und Nebeln richtig zum Leuchten bringen, sondern auch noch eine tolle Komposition. Mit Google Maps habe ich eine kleine einsame Kapelle bei mir in der Umgebung entdeckt. Nach dem Check mit Photopills, der Lightpollution Map und dem Wetter-Radar, ging’s auch schon los.

Ich hatte mir extra für die Milchstraße vor kurzem ein neues Objektiv zugelegt. Das Samyang AF 14 mm 2.8. Das Objektiv hatte leider einen Kontakt-Fehler auf meinem Kurztrip durch Wien erlitten, was mich aber nicht von dem Projekt abhalten konnte. Also ist es dieses Mal wieder mein Tamron 24 – 70 mm 2.8 G2 geworden.

Das Bild besteht nicht nur aus zwei Bildern, sondern aus 30, wegen der Rauschkörner. Wer meinen Stil kennt, weiß, dass ich eher einen „cleaneren“ Look bevorzuge. Ich hatte gelesen, dass dadurch die Bilder nicht so matschig werden. Für das Stacking habe ich den Starry Landscape Stacker für Mac benutzt. Das Ergebnis war nicht perfekt. Das Banding (die horizontalen Linien im Himmel) hatte die Software leider nicht rausbekommen. Ein paar kleine Tricks in Photoshop später, war das Foto fertig.

Es ist nicht perfekt, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich bin recht zufrieden. Nächstes Jahr im Sommer gehts wieder los und ich hoffe, dass ich dann mein Milchstraßen-Objektiv dafür nutzen kann. Die Belichtungszeit wird nämlich durch die 14 mm wesentlich länger und ich bin gespannt, ob ich den Nachthimmel damit noch detaillierter einfangen kann.

Hier ist der Vorher-Nachher-Vergleich:

Vorher / Nachher