Milchstraße – 1. und 2. Versuch

Mein erster und zweiter Versuch die Milchstraße einzufangen in einem Beitrag. Beim ersten Versuch bin ich einfach kurz mal vor die Haustüre gegangen und habe einfach von unten nach oben in den Himmel fotografiert um die besten Einstellungen herauszufinden und für einen ersten Versuch eben.

Beim zweiten Versuch war der Anspruch dann schon höher. Ich wollte gerne eine schöne Komposition mit Vorder- und Hintergrund. Außerdem wollte ich jeweils 2 Bilder aufnehmen und nachher zusammen rechnen. Eines für den Vordergrund und eines für den Himmel. Leider war die Lichtverschmutzung relativ groß und ich war überhaupt nicht zufrieden. Die Milchstraße war zu dezent im Bild, Bildfehler mit Streifen, Hotpixel, Rauschkörner ohne Ende – kurzum Katastrophe. Ich war überhaupt nicht zufrieden, aber überzeugt, dass mein dritter Versuch viel besser wird. Eine neue Strategie muss her.

Blitz und Donner

Eine meiner spannendsten und mit Abstand lustigsten Aktionen war wohl diese hier:

Ich hatte noch nie Blitze fotografiert und das muss jeder Fotograf mal gemacht haben. Es war Hochsommer und wie es der Zufall so wollte, näherte sich eine gigantische Gewitterfront an diesem Abend. Ich wollte das Spektakel ganz gemütlich eingemummelt im Pyjama auf meinem Balkon verfolgen. Neben mir hatte ich die Kamera aufgebaut und wartete.

Natürlich waren die Blitzer entweder zu weit rechts oder zu weit links von meiner Kamera oder hinter dem Haus. Seufzend und kopfschüttelnd bin ich dann vor die Haustüre um dort noch einen Versuch zu starten. Dort hatte ich einfach in den Himmel hoch gehalten und ja es waren Blitze auf meinem Bild, aber das Foto gab nichts her.

Das Gewitter zog mit großer Geschwindigkeit weiter und meine Ehrgeiz war geweckt. Ohne nachzudenken, mich umzuziehen oder vorzubereiten bin ich ins Auto gestiegen. Es sollte noch in dieser Nacht klappen. Ich war fest entschlossen.

Als ich ein paar Kilometer unter Platzregen gefahren bin, hielt ich schließlich bei einem großen Stausee an und parkte mein Auto am Straßenrand. Es war bereits Mitternacht und die einzige Seele weit und breit war ich. Da ich keinen Regenschirm oder sonstiges mit hatte und lieber im sicheren Auto sitzen bleiben wollte, stellte ich kurzerhand mein Stativ auf den Beifahrersitz, Kamera drauf und kontinuierlich einfach abdrücken. Auf irgendeinem Foto ist sicher ein Blitz. Für meine Augen war zu diesem Zeitpunkt alles schwarz.

Als ich dann zu Hause ankam und meine Fotos natürlich gleich noch sichten musste, war es weit nach Mitternacht. Beim Sichten der Fotos war ich absolut geschockt. Ich hatte zwar einen kleinen Blitz erwischt, aber viel heftiger war diese Verwirbelung, die wie ein Tornado anmutet. Was meint ihr zu diesem Wetterphänomen? Was hab ich da erwischt?

Eine absolut spontane und verrückte Aktion, von der ich Fotos mit heim gebracht habe, die ich niemals so geplant oder erwartet hätte zu machen.

Das Kinderheim

Das Kinderheim ist wohl einer der bekanntesten verlassenen Orte hier in der Gegend. Es liegt schon einige Jahre einsam und ungenutzt im Wald. Einige Räume wurden vor ein paar Jahren angefangen zu sanieren, aber anscheinend ist damals das Geld ausgegangen und so bleibt es weiterhin sich selbst überlassen.

Das Gebäude besteht aus mehreren Häusern, die an einem Abhang untereinander angeordnet sind. Durch die hohe Bekanntheit des Ortes dementsprechend viel Graffiti und Vandalismus. Die Vegetation hatte sich auch schon daran gemacht den Ort wieder einzunehmen und ihn zurückzufordern. Überall kleine Pflanzen und Bäume, die bereits versuchten, das Gebäude zu beanspruchen.

Richtung Keller gab es einen kleinen Pool, der mein persönliches Highlight war. Sämtliche Leitungen und Maschinen konnten wir direkt unter dem Pool im Keller besichtigen.