Test: Sigma 20mm 1.4 DG HSM (Art-Serie)

Warum hab ich mir das Sigma bestellt?

  • Astro-Fotografie v. a. Milchstraße
  • Indoor und Lost Places für z. B. kleinere und dunklere Räume
  • Urban- und Street-Photography v. a. nachts
  • Natur und Landschaft z. B. Detailaufnahmen mit tollem Bokeh oder eine landschaftliche Szene weitwinklig einfangen

Alle folgenden Bilder sind mit einer Canon 5D Mark IV aufgenommen und out of camera.

Zum Test:

Vignettierung

Chromatische Aberration

Ausgangsbild 1/800 f1.4 ISO 50

Schon gemein so den Randbereich rauszupicken. Performance aber voll in Ordnung. Die Farbsäume sind sehr gering.

Bokeh

1/1600 f1.4 ISO 50

Das Bokeh lässt keine Wünsche offen.

Detail

Das Ausgangsbild zur Beurteilung der Details.

Weißabgleich

Autofokus

Der Fokus lag auf dem Traktor. Der Fokuspunkt zur Berechnung war hier genau in der Mitte des Objektivs, da die Berechnung der Schärfe in der Mitte immer am genauesten ist.
Hier habe ich auf das Nummernschild fokussiert.

Fazit:

Pro

  • Bokeh traumhaft
  • Lichtstark
  • Chromatische Aberration und Vignette ok
  • Hohe Abbildungsleistung, wenn der AF sitzt – auch im Randbereich

Contra

  • Gewicht 950g (Canon-EF-Mount)
  • Katastrophaler Autofokus v. a. offenblendig und auf unendlich
  • Starke Farbabweichungen beim Weißabgleich
  • Keine Bildstabilisierung
  • Kein Spritzwasserschutz
  • Preis 899 EUR (Amazon)
  • Starkes Coma im Randbereich bei Astro-Fotografie (selbst nicht getestet)

Für mich persönlich war das Objektiv leider unbrauchbar, da der Autofokus nicht ordentlich funktioniert hat. Sigma verkauft zwar einen USB-Dock zur Feinjustierung des Objektivs (für z. B. Front-Fokus und Back-Fokus), aber bei dem Preis erwartet man eine bessere Performance ohne extra Zubehör. Für mein Tamron 24-70 2.8 G2 gibt’s auch so eine Tap-In-Konsole und ich musste noch nie über einen Kauf nachdenken, weil das Objektiv einfach immer perfekte Ergebnisse abliefert.

Probiert euch gern selbst durch. So ein offenblendiges Objektiv hat definitiv seinen Reiz.

Falls ihr das Objektiv schon mal in der Hand hattet oder es sich sogar in eurem Rucksack befindet, teilt gern eure Erfahrungen in den Kommentaren.

Falling apart

Heute auf der Fotomesse das Tamron 150 – 600 mm in der Hand gehabt. Getestet habe ich es an meiner eigenen Kamera (Canon 5D Mark IV). Es ist der Hammer, aber leider riesig und ultra schwer. Nichts fürs leichte Reisegepäck. Für 899 Euro aber eine wahsinnig gute Abbildungsleistung – auch noch auf 600 mm.

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