Summer Vibes

»Melissa, dich gibt’s irgendwie nur im Winter.« Dieses Jahr also mal ein Portrait-Shooting im Sommer. Ich hatte etwas mit Blumen im Kopf, ein natürliches, leichtes Fotoshooting, das zu mir passt. Ich mag das übertriebene Posen einfach nicht und ich bin auch kein besonders gutes Model, weshalb ich mich vermutlich auch hinter der Kamera wohler fühle 😀

Naja, alle heilige Zeit muss man da eben durch. Ich muss gestehen, dass es auch mal wieder eine schöne Abwechslung war, Portraits zu fotografieren und zu bearbeiten.

Wer mich kennt, weiß, dass ich gern das »Geschleppe« von zu viel Kamerazeug vermeide. Am Start waren deshalb nur Stativ, Kamera und ein kleiner Reflektor (silber), da ich vorhatte, gegen die Sonne zu fotografieren. Die Sonne sollte von schräg hinten kommen, mit im Bild sein und die Haare toll zum Leuchten bringen. Die Golden Hour geht schließlich immer ziemlich gut für Portraits.

Verletzte gab es übrigens keine, aber einen Stativfuß musste ich zurücklassen. 😀 Der war anscheinend schon locker gewesen und blieb in der Erde stecken. Leider war er unauffindbar, als ich nochmal dort war, um ihn zu suchen.

Kurz zu den technischen Details:

  • Canon 5D Mark IV
  • Portraits und teilweise Details: Tamron 24 – 70 mm 2.8 G2
    • offenblendig, je nach Distanz zur Kamera (4.0 bis 8.0)
    • 50 mm / 70 mm
    • ISO 100 – 500 (je nachdem wie weit fortgeschritten der Sonnenuntergang war)
  • Detail-Shots (nur Blumen): Canon 70 – 300 mm 4.0 – 5.6 L
    • Blende 5.6 / 8.0
    • 135 mm / 300 mm
    • ISO 640
  • nur Single-Shots, keine Belichtungsreihen oder ähnliches
  • vom Look wollte ich dieses Mal etwas dunkler bleiben, um die Stimmung des Sonnenuntergangs richtig einzufangen.

Ich mache Portraits nur selten, also seid gnädig 😀

Startrails – 1. Versuch

Ich war mal wieder mit einem anderen Fotografen im Schatten der Dunkelheit unterwegs und ich wollte mal Startrails ausprobieren: Welche Einstellungen? Wie macht man diese coolen Videos, in denen die Sternenspuren entstehen? Wie fügt man die ganzen Bilder am besten zusammen und wie viel Gebastel ist wieder mal nötig bis das Bild fertig ist?

Das Hauptmotiv war eine kleine Kapelle bei Bad Neualbenreuth – die Schönstattkapelle. Dahinter war es einigermaßen dunkel und auf die kleine Straße daneben verirrt sich normalerweise keiner. Natürlich waren genau in dieser Nacht zwei Autos an unseren Kameras vorbei gefahren – typisch 😀 Bei diesem Projekt Fotos auszusortieren ist nicht ideal, da Lücken in den Trails später entstehen können. Im Foto kann man das kompensieren, aber im Video wird’s schwierig.

Persönliches Empfinden beim fertigen Foto? Ganz weit weg von perfekt, aber für den ersten Versuch ganz ok.

  • Fotos fehlen, da ich die aussortieren musste, in denen Lichtquellen von Autos waren.
  • Retusche der Satelliten und Flugzeuge leider alles Handarbeit in Lightroom
  • Nie wieder Bäume mit Blättern mit vielen dünnen Ästen ins Bild nehmen. Super undankbare Angelegenheit, da man bei der Bearbeitung in Photoshop beim Himmel mit einem Ölfilter beispielsweise arbeitet um die Sternspuren noch weicher hinzubekommen. In meinem Foto ist dieses Problem sehr gut sichtbar, da ich mir für diesen Versuch nicht die Mühe machen wollte, jeden einzelnen Pixel aus zu maskieren im Bereich der Büsche und Bäume.

Technische Details:

  • Fertiges Foto besteht aus 301 Einzelfotos
  • Canon 5D Mark IV
  • Tamron 24 – 70 mm 2.8 G2
  • Brennweite: 24 mm
  • Belichtung: 15 Sekunden
  • Blende: 2.8
  • ISO 3.200
  • Weißabgleich: 4.300 K
  • Programme: Lightroom, Star Stacker (Mac), Photoshop

Fazit:

Es hat echt ein bisschen gedauert über 300 Fotos per Hand in Lightroom zu retuschieren. Warum ist auch gerade in unserem Eck so viel los am Nachthimmel?

Da bin ich aber auch ein bisschen selbst schuld. Ich habe nur mit 15 Sekunden belichtet, da ich punktförmige Sterne wollte, falls eine Sternschnuppe vorbei kommt und ich das Einzelbild auch verwenden wollte. Man kann natürlich auch länger belichten.

Bäume mit Blättern und Autos sind zu vermeiden. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass der zweite Versuch nicht lange auf sich warten lassen wird 😀

Ich geb euch mal einen Vorher-Nachher-Vergleich:

Die violette Lupine

Im Frühling gibt es so viele tolle Blumen und Blüten – eine richtige Farbenpracht soweit das Auge reicht. Einfach Mal die Kamera zusammen packen und raus. Dabei entstand unter anderem dieses besondere Bild. Ich hatte vorher eine genaue Vorstellung wie das Bild aussehen sollte und habe ein paar Anläufe gebraucht bis ich die richtige Lupine mit dem richtigen Hintergrund im richtigen Licht erwischt hatte, aber es hat sich meiner Meinung nach echt gelohnt.