Natürlich habe ich mir solch ein Ereignis nicht entgehen lassen.
Mein Plan: Zeitraffer vom Mondaufgang mit 135 mm Brennweite und später noch ein paar Detail-Shots auf 300 mm. Vorher schlau gemacht, entschied ich mich für folgende Einstellungen beim Zeitraffer: 5 Sekunden Intervall, Belichtungszeit manuell runter regeln bis maximal 1/60, Blende 8, ISO bis 6.400 hoch regeln, wie es nötig wäre.
Problem: Canon 5D Mark IV. Meine eigene Kamera hat das leider nicht so mitgemacht wie ich mir das vorgestellt hatte. Bisher begrenzte sich meine Erfahrung auf einen Zeitraffer von Nacht zu Tag im Intervall von 10 Sekunden (Sonnenaufgang). Da hatte alles super geklappt mit meinem Halbwissen.
Dieses Mal wars leider anders. Wie ich in der Bedienungsanleitung später nachgelesen habe, deaktiviert meine Kamera ab Intervallen von 5 Sekunden und darunter ein paar wichtige Funktionen, die ich für meinen Zeitraffer gebraucht hätte. Sehr sehr ärgerlich, da ich vor Ort einfach nicht auf das Problem gekommen bin. Auf jeden Fall lässt sich ein Bild nicht manuell nachjustieren, wenn man keine Info von der Kamera bekommt, wie das Bild denn gerade aussieht. Pech gehabt.
Der Zeitraffer ist leider ab Mondaufgang viel zu dunkel geworden und stirbt den »Rauschtod«. Alles ein Lernprozess sozusagen. Für zukünftige Zeitraffer werde ich mir wohl etwas einfallen lassen müssen.
Auf jeden Fall wollte ich dann zumindest ein paar Fotos vom Mond stacken, da er mit ISO 6.400 aufgenommen war. So eine Mondfinsternis ist nun mal echt … finster 😀 Das Stacking habe ich in keinem meiner Programme hinbekommen. Alles für die Tonne. Nichts hat mal wieder geklappt. Zumindest habe ich ein Foto vom verdunkelten Blutmond an diesem Abend hinbekommen und den Rest konnte ich zumindest mit meinen Augen gedanklich festhalten. Die nächste Mondfinsternis kommt bestimmt und dann klappt es hoffentlich besser.