Erdbeermond 2025

Ein seltenes Ereignis bot sich vom 10. bis 12. Juni 2025 zum Zeitpunkt des Mondaufgangs.

Erstmal ein paar Fakten:

  • Den Namen „Erdbeermond“ trägt der Vollmond im Juni, weil der Juni die Zeit der Erdbeerernte bei den amerikanischen Ureinwohnern war.
  • Die rötliche Färbung des Mondes kann man nur oder vor allem bei Mondaufgang sehen. Wenn der Mond am tiefsten steht, muss er mehr Luftschichten durchdringen. Dabei wird das blaue Licht stärker gestreut and die längeren Lichtwellen des roten Lichtes bleiben übrig.
  • Die Besonderheit bei diesem Erdbeermond war, dass der Mond besonders tief am Himmel stand. Das wird erst im Jahr 2043 wieder der Fall sein.

Damit mir das Ereignis auf keinen Fall durch die Lappen geht, war ich gleich zweimal unterwegs. Am 10. und am 11. Juni. Die Kameraeinstellungen (Weißabgleich) und die Bearbeitung waren identisch auf den ersten beiden Bildern unten. Ich persönlich fand die rötliche Farbe am 10. sogar intensiver als am 11. Leider war es am 10. bewölkt und keine wolkenlose Sicht möglich.

Auf den beiden Bildern vom 11. Juni kann man gut die Farbveränderungen sehen. Bei Mondaufgang war die rötlichere Farbe sehr viel besser sichtbar als später im Verlauf.

Wart ihr auch unterwegs und habt vielleicht versucht, den Erdbeermond einzufangen?

Startrails – 1. Versuch

Ich war mal wieder mit einem anderen Fotografen im Schatten der Dunkelheit unterwegs und ich wollte mal Startrails ausprobieren: Welche Einstellungen? Wie macht man diese coolen Videos, in denen die Sternenspuren entstehen? Wie fügt man die ganzen Bilder am besten zusammen und wie viel Gebastel ist wieder mal nötig bis das Bild fertig ist?

Das Hauptmotiv war eine kleine Kapelle bei Bad Neualbenreuth – die Schönstattkapelle. Dahinter war es einigermaßen dunkel und auf die kleine Straße daneben verirrt sich normalerweise keiner. Natürlich waren genau in dieser Nacht zwei Autos an unseren Kameras vorbei gefahren – typisch 😀 Bei diesem Projekt Fotos auszusortieren ist nicht ideal, da Lücken in den Trails später entstehen können. Im Foto kann man das kompensieren, aber im Video wird’s schwierig.

Persönliches Empfinden beim fertigen Foto? Ganz weit weg von perfekt, aber für den ersten Versuch ganz ok.

  • Fotos fehlen, da ich die aussortieren musste, in denen Lichtquellen von Autos waren.
  • Retusche der Satelliten und Flugzeuge leider alles Handarbeit in Lightroom
  • Nie wieder Bäume mit Blättern mit vielen dünnen Ästen ins Bild nehmen. Super undankbare Angelegenheit, da man bei der Bearbeitung in Photoshop beim Himmel mit einem Ölfilter beispielsweise arbeitet um die Sternspuren noch weicher hinzubekommen. In meinem Foto ist dieses Problem sehr gut sichtbar, da ich mir für diesen Versuch nicht die Mühe machen wollte, jeden einzelnen Pixel aus zu maskieren im Bereich der Büsche und Bäume.

Technische Details:

  • Fertiges Foto besteht aus 301 Einzelfotos
  • Canon 5D Mark IV
  • Tamron 24 – 70 mm 2.8 G2
  • Brennweite: 24 mm
  • Belichtung: 15 Sekunden
  • Blende: 2.8
  • ISO 3.200
  • Weißabgleich: 4.300 K
  • Programme: Lightroom, Star Stacker (Mac), Photoshop

Fazit:

Es hat echt ein bisschen gedauert über 300 Fotos per Hand in Lightroom zu retuschieren. Warum ist auch gerade in unserem Eck so viel los am Nachthimmel?

Da bin ich aber auch ein bisschen selbst schuld. Ich habe nur mit 15 Sekunden belichtet, da ich punktförmige Sterne wollte, falls eine Sternschnuppe vorbei kommt und ich das Einzelbild auch verwenden wollte. Man kann natürlich auch länger belichten.

Bäume mit Blättern und Autos sind zu vermeiden. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass der zweite Versuch nicht lange auf sich warten lassen wird 😀

Ich geb euch mal einen Vorher-Nachher-Vergleich: