Städtetrips sind toll. Sie sind in der Regel nicht so teuer wie normale Urlaubsreisen und man sieht viel und kann sich voll und ganz der Streetfotografie widmen. Bunte kleine französische Cafés, lautes und geschäftiges Treiben, Lawinen von Verkehr, Sehenswürdigkeiten soweit das Auge reicht.
Dieser kleine Trip führte uns in die Metro, in den Louvre zur Mona Lisa, durch kleine Cafés, Sacre Coeur, zum Eiffelturm, durch das Künstlerviertel, dem Arc de Triomphe und dem Disneyland. Das wohl beeindruckendste im Disneyland war die Abendshow mit Drohnenflug und riesigem Feuerwerk. Ein gigantisches Spektakel, das sich uns da am Nachthimmel über dem rosa Disney-Schloss bot. Einen kleinen Zusammenschnitt vom Disneyland gibt’s auf meinem Instagram-Account für euch.
Es war der 11.05.2024 und ich war krank. Ich hatte mir für dieses Jahr eine App zugelegt, die mir bei der Polarlicht-Jagd helfen sollte. Ich war schon einige Male los gezogen, aber hatte nie Glück. Dieses Mal sollte es anders sein.
Ich bekam wie schon öfter einen Hinweis von meiner App, dass es kommende Nacht mit den Nordlichtern klappen könnte an meinem Standort. Mir ging es nicht besonders gut, deshalb hatte ich den Hinweis erst einmal ignoriert.
Neugierig sah ich später am Abend nochmal in meine App wie es denn aussieht mit den Sichtungen und der Wahrscheinlichkeit und plötzlich war die ganze Karte rot mit Sichtungen und ich wusste, dass ich sofort ausrücken musste. Erkältet hin oder her.
Ich war unvorbereitet und wollte nicht weit fahren in meinem Zustand, also suchte ich mir einen Platz in der Nähe mit freier Sicht nach Norden. Ich saß 20 Minuten im Auto und hatte die Hoffnung schon aufgegeben. Ich war mir auch gar nicht sicher wie intensiv die Nordlichter sein würden. Ich rätselte, ob ich sie überhaupt erkennen könnte. Ich hatte mir das Limit gesetzt noch 5 Minuten abzuwarten und dann wieder nach Hause zu fahren.
Plötzlich innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde verfärbte sich der Himmel von Norden kommend leuchtend rot. Ich war fassungslos bei diesem Farbenspiel am vor wenigen Minuten noch dunklen Nachthimmel. Als mein Kopf wieder funktionierte, hechterte ich aus dem Auto und schaltete die Kamera ein. Ich hatte während meiner Wartezeit schon ein paar Testaufnahmen gemacht und alles vorbereitet.
Nachdem die Nordlichter verschwunden waren, kam meine Mama zu mir und wir zogen nochmals los. Sie wollte es unbedingt auch erleben. Die Farben der Nordlichter waren später in der Nacht nochmal ganz anders. Wäre ich fit gewesen, hätte ich mir vermutlich die ganze Nacht um die Ohren gehauen, aber ich bin dennoch überglücklich zum ersten Mal Nordlichter gesehen zu haben und das in Deutschland. Es war ein atemberaubendes Spektakel. Ich hoffe, dass ich das bald nochmal erleben darf.
Manchmal, wenn die Lichtstimmung oder das Wetter richtig toll ist, dass man es zu Hause gar nicht mehr aushält, packt man die Drohne und die Kamera zusammen und fährt einfach mal in den Wald. Gerade im Herbst kann so ein Wald wirklich einzigartig sein. Drohne und Bäume sind eine tolle Kombination. Es ist immer wieder erstaunlich welche Orte, spannende Geometrien, Gebäude oder Farbenspiele man aus der Luft findet.
Ich liebe die kleinen dynamischen Straßen und Forstwege, die sich durch den ewigen Wald schlängeln. Man kann toll damit spielen. Ein anderes Highlight war dieses Stück reiner Nadelwald, der auf einen reinen Laubwald traf. Es sieht auf den Bildern so unwirklich und gephotoshopt aus, entspricht aber der Realität.
Eines meiner persönlichen Lieblingsfotos ist das hochformatige mit dem großen orange Laubbaum in der Mitte des Bildes. Um ihn herum sind noch ein paar kleinere gelb und hellgrün gefärbte Bäume angeordnet.